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Die Brüder Grimm |
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Die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm sind nicht nur die Sammler, Nacherzähler und Herausgeber der "Kinder-
und Hausmärchen" sowie der "Deutschen Sagen", sondern gelten auch als Begründer der germanischen Philologie.
Sie begannen die Arbeiten zum "Deutschen Wörterbuch", und insbesondere Jacob schuf mit seiner "Deutschen
Grammatik", der "Deutschen Mythologie" und den "Deutschen Rechtsalthertümern" bahnbrechende Werke.
Ausgesprochene Gelehrte zu sein, hinderte sie nicht, sich politisch dem Fortschritt zu verbinden. Als
Mitglieder der Göttinger Sieben (Professoren) protestierten sie 1837 gegen die Aufhebung der Verfassung von
1833 durch König Ernst August II. von Hannover und sind daraufhin entlassen worden. Jacob wurde 1848 zum
Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung gewählt, wo er sich als gemäßigter Liberaler der Erbkaiserpartei
anschloß.
Nach Berlin zog die Brüder 1841 die Berufung zu Mitgliedern der Akademie der Wissenschaften durch Friedrich
Wilhelm IV. Sie waren jedoch auch als Hochschullehrer an der Friedrich-Wilhelms-Universität tätig. Ihre
Wohnung hatten sie hier unweit des späteren Potsdamer Platzes in der Linkstraße 7.
Mit Berlin verbunden sind die Brüder Grimm auch über ihren Tod hinaus z.B. dadurch, daß sich der allergrößte
Teil ihrer Bibliothek in der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität befindet.
Werke u.a.:
- 1812-1815 Kinder und Hausmärchen
- 1816-1818 Deutsche Sagen
- 1829 Die Deutsche Heldensage
Jakob Ludwig Karl Grimm wurde am 4.1.1785 in Hanau geboren, sein Bruder Wilhelm Karl Grimm am 24.2.1786 am
gleichen Ort. Der Vater war Jurist. Die Kinder lebten die ersten Jahrer ihrer Jugend in Steinau und sie
besuchten das Lyceum im Kassel. Seit 1829 bzw. 1839 waren sie Professoren in Kassel. Aufgrund ihrer Teilnahme
am Protest der "Göttinger Sieben" wurden sie des Landes verwiesen. Seit etwa 1840 lebten beide in Berlin.
Jakob Grimm starb am 20.9.1863 in Berlin, sein Bruder am 16.12.1859 am gleichen Ort.
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